Energie & Stoffwechsel
Um 15 Uhr platt? Meist sind es Schlaf, Blutzucker oder Eisen – nicht fehlendes NAD+.
Kapitel 1:Die größten Hebel
1. Regelmäßig bewegen, auch Ausdauer
Mehr und fittere Mitochondrien, dazu ein stabilerer Blutzucker.
Substanz2. Genug und regelmäßig schlafen
Ohne ausreichend Schlaf kann kein anderer Hebel die Müdigkeit ausgleichen.
Substanz3. Mahlzeiten mit Eiweiß, Ballaststoffen und Gemüse
Dämpft Blutzuckerspitzen. Wie stark das die Tagesform bessert, ist individuell.
Kommt drauf an4. Koffein →
Macht zuverlässig wacher, ersetzt aber keinen Schlaf.
Substanz5. Eisen →
Hilft deutlich bei nachgewiesenem Mangel, sonst nicht.
Kommt drauf an6. NMN →
Der NAD+-Spiegel steigt, mehr Energie zeigen Studien am Menschen nicht.
Hype
Kapitel 2:Longevity-Zusammenhang
Ein gesunder Stoffwechsel und gute Ausdauer gehen mit weniger Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Beides gehört zu den Grundlagen für viele gesunde Lebensjahre.
Meta-Analyse von 33 Kohortenstudien: Jede zusätzliche Einheit gemessener Fitness (1 MET) ging mit 13 % niedrigerer Sterblichkeit einher. Auch in über 120.000 Laufbandtests hatten die am wenigsten Fitten das höchste Sterberisiko.
Kodama 2009 →Mandsager 2018 →Meta-Analyse von 160 RCTs: Training steigerte die Fitness und verbesserte Blutfette und Marker der Insulinempfindlichkeit wie den HbA1c.
Lin 2015 →Kohortenstudien: Der Blutzucker steigt schon Jahre vor der Diagnose Typ-2-Diabetes an. Ein leicht erhöhter HbA1c unter der Diabetesgrenze ging mit mehr späterem Diabetes und mehr Herzerkrankungen einher.
Tabák 2009 →Selvin 2010 →Meta-Analyse von 72 Kohorten: Je 10 cm mehr Taillenumfang gingen mit 11 % höherer Sterblichkeit einher, auch unabhängig vom BMI.
Jayedi 2020 →Pischon 2008 →
Kapitel 3:Grundlagen & Zahlen
- ATP baut ein Mensch mit 70 kg pro Tag auf und wieder ab, etwa sein Körpergewicht (grobe Schätzung)
- ≈ 70 kg
- des Energieverbrauchs entfallen meist auf den Grundumsatz
- 60–70 %
- Nüchternblutzucker gilt als normal
- < 100 mg/dl
- moderate Bewegung pro Woche (oder 75 min intensive), Mindestempfehlung der WHO
- 150 min
- 01
Aus Essen wird ATP
Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß werden in den Zellen zu ATP umgebaut. ATP lässt sich kaum speichern: Ein 70-kg-Mensch setzt jeden Tag rund sein eigenes Körpergewicht davon um.
- 02
Mitochondrien reagieren auf Training
Mit Sauerstoff liefern Mitochondrien den Großteil des ATP. Ausdauertraining lässt ihre Zahl und Dichte wachsen; auf dem Sofa schrumpft der Bestand.
- 03
Blutzucker vs. innere Uhr
Nach dem Essen steigt der Blutzucker, Insulin schleust ihn in die Zellen. Das klassische 15-Uhr-Tief kommt aber primär von der inneren Uhr und passiert auch ohne Pasta zum Mittag.
- 04
Ohne Eisen kein Sauerstoff
Eisen sitzt im Hämoglobin und direkt in den Enzymen der Atmungskette. Sind die Ferritin-Speicher leer, läuft die Energieproduktion auf Sparflamme.
Kapitel 4:Probleme
Kapitel 5:Wirkstoffe
NMN →
Zum Dossier
HypeVitamin D →
Zum Dossier
Kommt drauf anKoffein →
Zum Dossier
SubstanzSelen →
Zum Dossier
Kommt drauf anVitamin B12 →
Zum Dossier
Kommt drauf anVitamin C →
Zum Dossier
Kommt drauf anTaurin →
Zum Dossier
UnklarNAC →
Zum Dossier
UnklarCoenzym Q10 →
Zum Dossier
UnklarAlpha-Liponsäure →
Zum Dossier
UnklarPQQ →
Zum Dossier
HypeNR (Nicotinamid-Ribosid) →
Zum Dossier
HypeResveratrol →
Zum Dossier
HypeQuercetin →
Zum Dossier
UnklarFisetin →
Zum Dossier
HypeBerberin →
Zum Dossier
Kommt drauf anMetformin →
Zum Dossier
UnklarRapamycin →
Zum Dossier
UnklarRhodiola →
Zum Dossier
UnklarApfelessig →
Zum Dossier
HypeNAD+ →
Zum Dossier
HypeRinderorgan-Kapseln →
Zum Dossier
HypeGLP-1-Spritzen →
Zum Dossier
Kommt drauf an
Kapitel 6:Routinen
Sauna →
2–4× pro Woche, je Saunagang etwa 8–15 Minuten bei 80–90 °C, danach abkühlen und trinken.
Kommt drauf anKrafttraining →
2–3× pro Woche alle großen Muskelgruppen, je 2–3 Sätze nahe an die Erschöpfung.
SubstanzZone-2-Ausdauertraining →
150–300 Minuten pro Woche in einem Tempo, bei dem Sprechen in ganzen Sätzen noch geht, z. B. zügiges Radfahren, Joggen, Schwimmen.
SubstanzHIIT / VO2max-Training →
1–2× pro Woche, z. B. 4× 4 Minuten nahe am Maximum mit je 3 Minuten lockerer Pause, nach dem Aufwärmen.
SubstanzTägliche Schritte →
Täglich etwa 7.000–10.000 Schritte, für Ältere reichen oft 6.000–8.000. Jede Steigerung ab wenigen Tausend zählt.
SubstanzGehen nach dem Essen →
Nach den Hauptmahlzeiten 10–15 Minuten locker gehen, am besten innerhalb der ersten halben Stunde.
SubstanzSitzzeit unterbrechen →
Alle 30–60 Minuten kurz aufstehen und ein paar Minuten gehen oder Treppen steigen.
Kommt drauf anTreppen und kurze Alltagsbelastung →
Mehrmals täglich 1–2 Minuten deutlich außer Atem kommen, z. B. Treppen statt Aufzug, Einkäufe tragen, schnell zum Bus gehen.
Kommt drauf anRucking →
2–3× pro Woche 30–60 Minuten gehen, mit einem Rucksack von anfangs etwa 5–10 % des Körpergewichts.
UnklarEisbaden und Cold Plunge →
2–3× pro Woche 1–3 Minuten in 5–15 °C kaltem Wasser, langsam an die Kälte gewöhnen, nie allein.
Kommt drauf anKalt duschen →
Am Ende der normalen Dusche 30–90 Sekunden kalt duschen, täglich oder mehrmals pro Woche.
Kommt drauf anMorgenlicht und Tageslicht →
Morgens 10–30 Minuten nach draußen, auch bei Wolken. Im Winter alternativ eine Tageslichtlampe mit 10.000 Lux für etwa 30 Minuten.
SubstanzLichtwecker →
Wecker so einstellen, dass das Licht 20–30 Minuten vor der Weckzeit langsam heller wird.
UnklarIntervallfasten 16:8 →
Täglich innerhalb von etwa 8 Stunden essen, z. B. 10–18 Uhr, die übrigen 16 Stunden nur Wasser, Tee oder schwarzen Kaffee.
Kommt drauf anLängeres Fasten und Fasting Mimicking →
Fasting Mimicking in Studien: 5 Tage pro Monat sehr kalorienarme, pflanzliche Kost, 3 Monate lang. Heilfasten: 5–10 Tage unter Begleitung.
UnklarKalorienrestriktion →
In der CALERIE-Studie: angestrebt waren 25 % weniger Kalorien als der Bedarf, erreicht wurden im Schnitt rund 12 %, bei ausreichend Eiweiß und Nährstoffen.
Kommt drauf anMittelmeerkost →
Täglich Gemüse, Obst, Vollkorn und Olivenöl, mehrmals pro Woche Hülsenfrüchte, Nüsse und Fisch, wenig rotes und verarbeitetes Fleisch.
SubstanzBallaststoffe und 30 Pflanzen pro Woche →
Mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag aus Vollkorn, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Nüssen und Samen, möglichst abwechslungsreich.
SubstanzAlkohol reduzieren →
Möglichst wenig oder gar nicht trinken, mehrere alkoholfreie Tage pro Woche, keine großen Mengen auf einmal am Wochenende.
SubstanzZucker und Ultraverarbeitetes reduzieren →
Gezuckerte Getränke meiden, überwiegend selbst aus wenig verarbeiteten Zutaten kochen, Süßes und Snacks als Ausnahme.
SubstanzTäglich eine Handvoll Nüsse →
Täglich etwa 30 g ungesalzene Nüsse, z. B. Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse.
SubstanzKaffee →
Täglich etwa 2–4 Tassen, möglichst gefiltert, ohne viel Zucker, und nicht am späten Nachmittag.
Kommt drauf anGrüner Tee →
Als Getränk 2–5 Tassen am Tag. Extrakte in Kapselform sind etwas anderes.
UnklarFeste Schlafzeiten →
Täglich, auch am Wochenende, innerhalb von etwa 30–60 Minuten zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.
SubstanzSieben bis neun Stunden schlafen →
Bettzeit so planen, dass 7–9 Stunden Schlaf möglich sind, abends genug Zeit zum Runterkommen einplanen.
SubstanzMittagsschlaf und Powernap →
Früh am Nachmittag 10–20 Minuten, nicht später als etwa 15 Uhr.
Kommt drauf anSchnarchen und Schlafapnoe abklären →
Bei lautem Schnarchen, Atemaussetzern oder starker Tagesmüdigkeit hausärztlich abklären, meist mit einer Messung zu Hause.
SubstanzVerhaltenstherapie bei Schlafstörungen →
6–8 Sitzungen mit Schlafrestriktion, festen Zeiten und Umgang mit Grübeln, als Therapie oder als App auf Rezept.
SubstanzRegelmäßig wiegen →
Mehrmals pro Woche morgens nach dem Toilettengang wiegen und auf den Wochentrend schauen, nicht auf einzelne Tage.
Kommt drauf anBlutdruck selbst messen →
Mit einem validierten Oberarmgerät: einige Tage lang morgens und abends je zwei Messungen nach 5 Minuten Ruhe, danach regelmäßig kontrollieren.
SubstanzRuhepuls und HRV tracken →
Mit Uhr, Ring oder Brustgurt über Nacht messen und auf den Trend über Wochen achten.
Kommt drauf anVO2max-Test →
Spiroergometrie im Labor oder in der Sportmedizin etwa einmal pro Jahr, alternativ die Schätzung der Sportuhr als Trend.
Kommt drauf anBlutwerte checken lassen →
Im Rahmen des Check-ups Blutfette und Blutzucker, einmal im Leben Lp(a), weitere Werte gezielt nach Anlass.
SubstanzTaillenumfang messen →
Morgens im Stehen, auf Höhe zwischen Rippenbogen und Beckenkamm, ausgeatmet, etwa einmal im Monat.
SubstanzGlukosesensor für Gesunde →
Ein Sensor am Oberarm misst 10–14 Tage lang den Zucker im Gewebe, eine App zeigt die Kurven.
UnklarBiologisches Alter testen →
Speichel- oder Blutprobe per Post an einen Anbieter, das Ergebnis kommt als biologisches Alter in Jahren.
HypeRauchstopp →
Einen Stopptag festlegen, mit Beratung und bei Bedarf Nikotinersatz oder Medikamenten, Rückfälle als Teil des Wegs sehen.
SubstanzImpfungen auffrischen →
Einmal den Impfpass prüfen lassen: Tetanus und Diphtherie alle 10 Jahre, einmal als Erwachsener auch Keuchhusten, ab 60 Gürtelrose in zwei Dosen, einmal Pneumokokken und jährlich Grippe, ab 75 einmal RSV, dazu weitere nach STIKO.
SubstanzGanzkörper-MRT zur Vorsorge →
Wird von privaten Anbietern als Selbstzahlerleistung für meist mehrere hundert bis über tausend Euro angeboten.
HypeHyperbare Sauerstofftherapie →
Im Studienprotokoll 60 Sitzungen à 90 Minuten über drei Monate, fünfmal pro Woche in einer Druckkammer.
HypeOzontherapie →
Meist wird Blut entnommen, mit Ozon versetzt und zurückgegeben, angeboten in Privatpraxen.
HypeVitamin-Infusionen →
In Praxen oder Lounges als Infusion über 30–90 Minuten, oft im Abo.
HypeJapanese Walking →
Mindestens 5 Runden aus 3 Minuten schnellem Gehen, bei dem Sprechen schwerfällt, und 3 Minuten lockerem Gehen, an 4 oder mehr Tagen pro Woche.
SubstanzIce Facial →
Das Gesicht wird für einige Sekunden in eine Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln getaucht oder mit Eis abgerieben.
HypeSungazing →
Wird in Videos meist bei Sonnenauf- oder -untergang gemacht, mit dem Blick direkt in die Sonne über Sekunden bis Minuten.
HypePEMF-Matte →
Täglich eine Sitzung von einigen Minuten bis etwa einer halben Stunde auf einer Matte, die an ein Steuergerät angeschlossen ist.
HypeSamenöle meiden →
Wer dem Trend folgt, kocht mit Butter, Ghee, Talg oder Kokosfett statt mit Pflanzenölen und meidet Produkte mit Samenölen.
HypeCarnivore-Diät →
Nur tierische Lebensmittel, meist viel rotes Fleisch, ohne Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchte.
HypeWasserstoffwasser →
Ein Gerät oder eine Flasche erzeugt per Elektrolyse Wasserstoff im Wasser, getrunken werden meist ein bis mehrere Gläser am Tag.
Hype
Kapitel 7:Neue Studien
- Hype
Essensfenster plus Kaloriensparen über ein Jahr
Wer zusätzlich zum Kaloriensparen nur zwischen 8 und 16 Uhr aß, nahm nach einem Jahr nicht signifikant mehr ab als mit Kaloriensparen allein.
RCT · 139 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Frühes Essensfenster bei Prädiabetes
Ein frühes 6-Stunden-Essensfenster verbesserte bei acht Männern mit Prädiabetes Insulinempfindlichkeit und Blutdruck, auch ohne Gewichtsverlust.
RCT · 8 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Frühes Essensfenster beim Abnehmen
Ein Essensfenster von 7 bis 15 Uhr brachte zusätzlich zum Kaloriensparen gut 2 kg mehr Gewichtsverlust und einen etwas niedrigeren diastolischen Blutdruck.
RCT · 90 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Fasting Mimicking und Risikofaktoren
Drei Zyklen einer 5-tägigen Fasten-imitierenden Diät senkten Gewicht, Blutdruck und IGF-1, am stärksten bei Menschen mit erhöhten Risikowerten.
RCT · 100 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Begleitetes Heilfasten in einer Fastenklinik
Beim begleiteten Fasten über 4 bis 21 Tage in einer deutschen Fastenklinik sanken Gewicht und Blutdruck, Nebenwirkungen wurden selten berichtet.
Kohorte · 1.422 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Kalorienrestriktion und epigenetisches Alterstempo
Zwei Jahre Kalorienrestriktion verlangsamten das mit DunedinPACE gemessene Alterstempo um 2 bis 3 %, andere epigenetische Uhren zeigten keinen Effekt.
RCT · 197 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Ultraverarbeitete Kost und Kalorienzufuhr
Mit ultraverarbeiteter Kost aßen Menschen im Stoffwechsellabor rund 500 kcal pro Tag mehr und nahmen zu, mit unverarbeiteter Kost nahmen sie ab.
RCT · 20 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Ultraverarbeitete Lebensmittel und Gesundheit
Viele ultraverarbeitete Lebensmittel gingen in 45 zusammengefassten Analysen mit mehr Herz-Kreislauf-Todesfällen, Typ-2-Diabetes, Angst und Depression einher.
Meta-Analyse · 9.888.373 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Zuckergetränke und Typ-2-Diabetes
Jede tägliche Portion gezuckerter Getränke ging mit 13 bis 18 % mehr Typ-2-Diabetes einher, auch unabhängig vom Körpergewicht.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
Zuckergetränke und Gewichtszunahme
Gezuckerte Getränke gingen in Kohorten mit Gewichtszunahme einher, und in kurzen RCTs nahmen Erwachsene zu, wenn Zuckergetränke dazukamen.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Nüsse und Sterblichkeit
Wer täglich Nüsse aß, hatte in zwei großen US-Kohorten ein um 20 % niedrigeres Sterberisiko als Menschen, die keine Nüsse aßen.
Kohorte · 118.962 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Nüsse und Blutfette
Eine tägliche Portion Nüsse von etwa 28 g senkte in kontrollierten Studien das LDL-Cholesterin um rund 5 mg/dl.
Meta-Analyse · 2.582 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Kaffee und Gesundheit
Drei bis vier Tassen Kaffee am Tag gingen mit dem geringsten Sterberisiko einher, in der Schwangerschaft waren hohe Mengen dagegen mit Nachteilen verbunden.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
Koffein nach Schlafmangel
Nach Schlafmangel verbesserte Koffein Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und Fahrleistung deutlich.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Koffein bei Schichtarbeit
In 13 randomisierten Studien verbesserte Koffein bei Schichtarbeit und Jetlag Aufmerksamkeit und Gedächtnis und verringerte Fehler.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Nickerchen am Tag und geistige Leistung
Ein Nickerchen am Nachmittag verbesserte vor allem die Wachheit, am deutlichsten in den ersten zwei Stunden danach.
Meta-Analyse · 381 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Siesta und Herztod in Griechenland
Wer regelmäßig Siesta hielt, starb in dieser griechischen Kohorte seltener an Herzerkrankungen.
Kohorte · 23.681 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Lange Mittagsschläfe und Herzrisiko
Mittagsschlaf von einer Stunde oder mehr ging mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höherer Sterblichkeit einher, kürzere Nickerchen nicht.
Meta-Analyse · 151.588 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Mittagsschlaf und Sterblichkeit
Mittagsschlaf ging insgesamt mit etwas höherer Sterblichkeit einher, lange Nickerchen auch mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Meta-Analyse · 313.651 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Kaltes Wasser und Stresshormone
Eine Stunde in 14 °C kaltem Wasser steigerte den Noradrenalinspiegel um 530 %, warmes Wasser nicht.
Kohorte
· 26. Okt. - Unklar
Kaltes Wasser und Stimmung
Die Studien deuten auf bessere Stimmung und weniger Stress durch kaltes Wasser hin, belegt ist das nach Einschätzung der Autoren aber nicht.
Meta-Analyse · 4.105 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Kaltwasser und Wohlbefinden
Kälte-Anwendungen erhöhten kurzfristig Entzündungswerte und senkten Stress nur zu einem Messzeitpunkt, die Stimmung besserte sich nicht.
Meta-Analyse · 3.177 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Kältebad nach dem Krafttraining
Wer nach jedem Krafttraining 10 Minuten ins kalte Wasser ging, baute in 12 Wochen weniger Kraft und Muskelmasse auf.
RCT · 21 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Kältebad und Kraftzuwachs
Kältebäder nach dem Krafttraining verringerten den Kraftzuwachs leicht, vor allem wenn nur die trainierten Beine oder Arme gekühlt wurden.
Meta-Analyse · 170 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Kalt duschen und Krankheitstage
Kalt duschen am Ende der warmen Dusche ging mit 29 % weniger Krankheitstagen im Job einher, die Zahl der Krankheitstage insgesamt sank nicht.
RCT · 3.018 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Selbstwiegen beim Abnehmen
Wiegen allein half kaum. Als Teil eines Abnehmprogramms brachte regelmäßiges Wiegen etwas mehr Gewichtsverlust.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Tägliches Wiegen mit Smart-Waage
Ein Programm rund um tägliches Wiegen mit vernetzter Waage und wöchentlichen E-Mails brachte in sechs Monaten deutlich mehr Gewichtsverlust als Warten.
RCT · 91 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Wiegen gegen den Jo-Jo-Effekt
Ein Programm mit täglichem Wiegen half Menschen nach einer Abnahme, ihr Gewicht besser zu halten, vor allem in persönlichen Treffen.
RCT · 314 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Wiegen gegen Gewichtszunahme bei Jüngeren
Programme mit häufigem Wiegen bremsten bei jungen Erwachsenen über drei Jahre die übliche Gewichtszunahme.
RCT · 599 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Ruhepuls und Sterblichkeit
Pro 10 Schläge mehr Ruhepuls pro Minute stieg das Sterberisiko um etwa 9 %.
Meta-Analyse · 1.246.203 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
HRV und erstes Herzereignis
Eine niedrige Herzratenvariabilität ging bei Menschen ohne bekannte Herzerkrankung mit 32 bis 45 % höherem Risiko für ein erstes Herz-Kreislauf-Ereignis einher.
Meta-Analyse · 21.988 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
HRV als Stressmarker
In den meisten Studien veränderte sich die HRV unter Stress, vor allem sank der Anteil der Entspannungsaktivität.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
Training senkt den Ruhepuls
Regelmäßiger Sport senkte den Ruhepuls, am deutlichsten Ausdauertraining und Yoga.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
Ausdauertraining steigert VO2max im Alter
Ausdauertraining steigerte die VO2max auch bei bislang untrainierten älteren Menschen deutlich.
Meta-Analyse · 2.102 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
VO2max aus der Sportuhr
Uhren, die Trainingsdaten nutzen, schätzen die VO2max im Mittel ohne große Verzerrung, im Einzelfall kann der Wert aber um rund 10 ml daneben liegen.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
LDL-Senkung und Gefäßereignisse
Pro 1 mmol/l weniger LDL-Cholesterin sanken Herzinfarkte, Schlaganfälle und Eingriffe an den Gefäßen um gut ein Fünftel.
Meta-Analyse · 169.138 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Blutzucker steigt Jahre vor Diabetes
Der Blutzucker stieg schon Jahre vor der Diagnose Typ-2-Diabetes an, in den letzten drei Jahren steil.
Kohorte · 6.538 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
HbA1c sagt Diabetes und Herzrisiko voraus
Schon leicht erhöhte HbA1c-Werte unterhalb der Diabetesgrenze gingen mit deutlich mehr späterem Diabetes und mehr Herzerkrankungen einher.
Kohorte · 11.092 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Lp(a) und Herzrisiko
Höhere Lp(a)-Werte gingen mit mehr koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall einher, die Werte blieben bei einer Person über Jahre stabil.
Meta-Analyse · 126.634 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Erblich hohes Lp(a) und Herzinfarkt
Genetisch bedingt hohe Lp(a)-Werte gingen mit mehr Herzinfarkten einher, das spricht für eine ursächliche Rolle.
Kohorte · 40.486 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Bauchumfang und Sterblichkeit
Pro 10 cm mehr Taillenumfang stieg das Sterberisiko um etwa 11 %, auch unabhängig vom BMI.
Meta-Analyse · 2.528.297 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Bauchfett und Sterblichkeit in Europa
Auch bei gleichem BMI hatten Menschen mit dem größten Taillenumfang ein etwa doppelt so hohes Sterberisiko.
Kohorte · 359.387 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Taille im Verhältnis zur Körpergröße
Das Verhältnis von Taille zu Körpergröße erkannte Herz- und Stoffwechselrisiken besser als Taillenumfang oder BMI allein.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Substanz
Taille unter der halben Körpergröße
Über viele Länder hinweg lag der Grenzwert für erhöhtes Herz- und Diabetesrisiko im Mittel bei einem Taille-zu-Größe-Verhältnis von 0,5.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Woher die Grenzwerte 80, 88, 94 und 102 cm kommen
Die heute von der WHO genutzten Grenzwerte für den Taillenumfang stammen aus dieser Glasgower Bevölkerungsstichprobe.
Kohorte · 2.206 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Taillenumfang und Lebenserwartung
Mit jedem Zentimeter Taille stieg das Sterberisiko, bei jedem BMI. Ein großer gegenüber kleinem Umfang kostete etwa 3 bis 5 Lebensjahre.
Kohorte · 650.386 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Gleiches Essen, unterschiedlicher Zucker
Menschen reagierten mit sehr unterschiedlichen Blutzuckeranstiegen auf dieselben Mahlzeiten.
Kohorte · 800 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Große Unterschiede nach dem Essen
Auf identische Mahlzeiten schwankten Blutzucker, Blutfette und Insulin zwischen Menschen stark.
Kohorte · 1.002 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Normale Zuckerkurven bei Gesunden
Gesunde verbrachten im Mittel 96 % des Tages im Normalbereich, kurze Werte über 140 mg/dl kamen bei ihnen täglich vor.
Kohorte · 153 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Glukosesensor als Hilfe zur Verhaltensänderung
Rückmeldungen per Glukosesensor senkten den HbA1c etwas, fast alle Studien liefen aber bei Diabetes. Gewicht und BMI änderten sich nicht.
Meta-Analyse · 2.996 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Epigenetisches Alter sagt Sterblichkeit voraus
Ein beschleunigtes epigenetisches Alter ging in 13 Kohorten mit höherer Sterblichkeit einher, unabhängig vom tatsächlichen Alter.
Meta-Analyse · 13.089 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
GrimAge sagt Lebensspanne voraus
Die Uhr GrimAge sagte Sterblichkeit, Herzerkrankungen und Krebs besser voraus als ältere epigenetische Uhren.
Kohorte
· 26. Okt. - Hype
Wie verlässlich epigenetische Uhren messen
Wiederholte Messungen derselben Probe wichen bei gängigen epigenetischen Uhren um bis zu 9 Jahre voneinander ab.
Kohorte
· 26. Okt. - Unklar
NMN in drei Dosen bei Gesunden mittleren Alters
NMN hob den NAD-Spiegel im Blut und verlängerte die Gehstrecke, die Studie kommt aber aus dem Umfeld von Herstellern.
RCT · 80 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
NMN und NR für Muskeln im Alter
Bei über 60-Jährigen verbesserten NMN und NR weder Muskelmasse noch Kraft oder Gehtempo.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Unklar
NMN: Sicherheit und Stoffwechsel
Kurzfristig gut verträglich, aber ohne breiten Nutzen für Gewicht, Blutzucker oder Blutfette.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
NMN und NAD+ bei älteren Männern
250 mg NMN am Tag hoben den NAD+-Spiegel im Blut, Muskeln und Körperbau veränderten sich kaum.
RCT
· 26. Okt. - Hype
Vitamin D für Knochen und gegen Stürze
Vitamin D allein verhinderte weder Knochenbrüche noch Stürze und hob die Knochendichte nicht relevant.
Meta-Analyse · 53.537 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
Vitamin D und Knochenbrüche in VITAL
2000 IE Vitamin D am Tag senkten bei gesunden Älteren das Risiko für Knochenbrüche nicht.
RCT · 25.871 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Vitamin D mit Calcium gegen Knochenbrüche
Vitamin D allein verhindert keine Hüftbrüche, zusammen mit Calcium sinkt das Risiko leicht, vor allem in Pflegeheimen.
Meta-Analyse · 91.791 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Vitamin D bei Müdigkeit und Mangel
Bei jungen Erwachsenen mit Mangel und Müdigkeit besserte eine Einmaldosis Vitamin D die Müdigkeit etwas.
RCT · 120 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Vitamin D gegen Atemwegsinfekte
Mit neuen großen Studien ist der Schutz vor Atemwegsinfekten nicht mehr statistisch gesichert.
Meta-Analyse · 61.589 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
Kleine Studien und Vitamin D bei Infekten
Der Schutz vor Atemwegsinfekten zeigt sich nur in kleinen Studien, in großen nicht.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Unklar
Monatliches Vitamin D und Herz-Kreislauf-Ereignisse
Vitamin D senkte schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse vielleicht leicht, gesichert ist das nicht.
RCT · 21.315 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
Vitamin D und Herz-Kreislauf-Risiko
In 21 Studien senkte Vitamin D weder Herzinfarkte noch Schlaganfälle oder die Sterblichkeit.
Meta-Analyse · 83.291 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Koffein und Ausdauerleistung
Moderate Mengen Koffein vor der Belastung verbessern Zeitfahren um etwa 2 bis 3 Prozent.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Unklar
Kaffee, Tee und Demenz
Wer mäßig Kaffee und Tee trank, bekam seltener Demenz, ursächlich belegt ist das nicht.
Kohorte · 365.682 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Kaffee, Tee und kognitive Erkrankungen
In Beobachtungsstudien ging mäßiger Kaffee- und Teekonsum mit weniger kognitiven Erkrankungen einher.
Meta-Analyse · 389.505 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Koffein und Abnehmen
Mehr Koffein ging in kleinen Studien mit etwas mehr Gewichtsverlust einher, die Ergebnisse schwanken stark.
Meta-Analyse · 606 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Semaglutid bei Übergewicht und Adipositas
Mit Semaglutid nahmen Erwachsene ohne Diabetes in gut einem Jahr deutlich mehr ab als mit Placebo.
RCT · 1.961 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Tirzepatid bei Adipositas
Mit Tirzepatid nahmen Erwachsene ohne Diabetes in 72 Wochen je nach Dosis 15 bis 21 % ab.
RCT · 2.539 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Semaglutid und Herz bei Übergewicht
Semaglutid senkte bei Menschen mit Herzerkrankung und Übergewicht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herztod.
RCT · 17.604 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
GLP-1-Spritzen und Muskelmasse
Mit GLP-1-Spritzen geht auch Muskelmasse verloren, der Anteil am Körpergewicht steigt aber leicht.
Meta-Analyse · 821 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
Retatrutid bei Adipositas
Retatrutid führte in einer Phase-2-Studie zu sehr starkem Gewichtsverlust, ist aber noch nicht zugelassen.
RCT · 338 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Intervall-Gehen bei Älteren
Fünf Monate Intervall-Gehen steigerten Beinkraft und Ausdauer stärker als gleichmäßiges Gehen und senkten den Blutdruck stärker.
RCT · 246 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Wie viel schnelles Gehen zählt
Je mehr Minuten im schnellen Tempo, desto größer der Nutzen, bis etwa 50 Minuten pro Woche. Langsames Gehen trug kaum dazu bei.
Kohorte · 679 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Intervall-Gehen bei Typ-2-Diabetes
Intervall-Gehen verbesserte Fitness, Körperfett und Blutzucker, gleichmäßiges Gehen mit gleichem Energieverbrauch nicht.
RCT · 32 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Linolsäure im Blut und Herzrisiko
Mehr Linolsäure im Blut und Fettgewebe ging mit weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Herztoden einher.
Kohorte · 68.659 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Linolsäure und Entzündungswerte
Mehr Linolsäure in der Ernährung erhöhte die Entzündungswerte im Blut nicht.
Meta-Analyse · 1.377 Teilnehmende
· 26. Okt. - Substanz
Weniger gesättigte Fette und Herzrisiko
Weniger gesättigte Fette senkten Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa 17 %, die Sterblichkeit änderte sich kaum.
Meta-Analyse · 56.675 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
Wasserstoff und körperliche Leistung
Wasserstoff verbesserte Ausdauer und Kraft bei Gesunden nicht nennenswert, die Anstrengung fühlte sich etwas geringer an.
Meta-Analyse · 597 Teilnehmende
· 26. Okt. - Hype
Wasserstoff und oxidativer Stress
Wasserstoff senkte einen Marker für oxidativen Stress nach dem Sport nicht.
Meta-Analyse · 76 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Coenzym Q10 bei Herzschwäche
Bei mittelschwerer bis schwerer Herzschwäche kamen schwere Herzereignisse unter 300 mg Q10 seltener vor als unter Placebo. Nach 16 Wochen war noch kein Unterschied zu sehen.
RCT · 420 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Nicotinamid-Ribosid und NAD+ bei Älteren
Nicotinamid-Ribosid wurde über sechs Wochen vertragen und kurbelte den NAD+-Stoffwechsel an. Ob Blutdruck oder Gefäße davon profitieren, lässt die Studie offen.
RCT
· 26. Okt. - Hype
Nicotinamid-Ribosid bei übergewichtigen Männern
Zwei Gramm Nicotinamid-Ribosid am Tag haben bei übergewichtigen Männern Insulinwirkung, Fettabbau und Körperzusammensetzung nicht verbessert.
RCT · 40 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Taurin, Blutdruck und Blutfette
In zwölf Studien sank der Blutdruck unter Taurin etwas, das Gewicht nicht. Die Teilnehmenden waren meist schon krank, nicht gesund und sportlich.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Berberin, Blutzucker und Entzündungswerte
Über mehrere Meta-Analysen hinweg geht Berberin mit niedrigerem Nüchternzucker, HbA1c und Entzündungswerten einher. Für Gesunde ist das nicht untersucht.
Meta-Analyse
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Alpha-Liponsäure bei diabetischer Nervenschädigung
Bei diabetischer Nervenschädigung bessern sich Beschwerden unter Alpha-Liponsäure etwas. Die Nervenleitgeschwindigkeit änderte sich nicht.
Meta-Analyse · 1.242 Teilnehmende
· 26. Okt. - Unklar
PQQ und kognitive Tests
In einer kleinen Studie schnitten mehrere kognitive Tests unter 21,5 mg PQQ besser ab als unter Placebo. Es ist eine einzige kurze Untersuchung mit einem Markenpulver.
RCT · 64 Teilnehmende
· 26. Okt. - Kommt drauf an
Treppensteigen bei jungen Männern mit Adipositas
Drei Mal 20 Sekunden zügiges Treppensteigen an 5 Tagen pro Woche steigerte die Ausdauer, Gewicht und Blutwerte blieben gleich.
RCT · 24 Teilnehmende
· 24. Okt. - Substanz
Jede 1000 Schritte zählen
Jede 1000 Schritte mehr am Tag gingen mit 15 % niedrigerer Sterblichkeit einher, Vorteile zeigten sich schon ab rund 4000 Schritten.
Meta-Analyse · 226.889 Teilnehmende
· 23. Okt. - Kommt drauf an
Exercise Snacks für Inaktive
Kurze Bewegungseinheiten über den Tag verteilt verbesserten bei Inaktiven die Ausdauer, Blutdruck, Blutfette und Körperzusammensetzung aber nicht.
Meta-Analyse · 414 Teilnehmende
· 22. Okt. - Substanz
Schon wenig Bewegung zählt
Der größte Unterschied im Risiko liegt zwischen gar keiner Bewegung und 150 Minuten pro Woche, darüber werden die Vorteile kleiner.
Meta-Analyse
· 21. Okt. - Hype
Vitamin D gegen Krebs und Herzinfarkt
2000 IE Vitamin D am Tag senkten bei gesunden Älteren weder das Krebs- noch das Herz-Kreislauf-Risiko.
RCT · 25.871 Teilnehmende
· 20. Okt. - Kommt drauf an
Kurze intensive Alltagsbewegung
Bei Menschen ohne Sport gingen drei kurze intensive Phasen von 1 bis 2 Minuten am Tag mit 38 bis 40 % niedrigerer Sterblichkeit einher.
Kohorte · 25.241 Teilnehmende
· 20. Okt. - Substanz
Moderate und intensive Bewegung über 30 Jahre
150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche gingen über 30 Jahre mit 19 bis 25 % niedrigerer Sterblichkeit einher.
Kohorte · 116.221 Teilnehmende
· 19. Okt. - Substanz
Tägliche Schritte und Sterblichkeit
Mehr Schritte gehen mit niedrigerer Sterblichkeit einher, bei über 60-Jährigen flacht der Nutzen ab etwa 6000 bis 8000 Schritten ab.
Meta-Analyse · 47.471 Teilnehmende
· 17. Okt. - Unklar
Generation 100: Fünf Jahre Training im Alter
Fünf Jahre angeleitetes Training senkten die Sterblichkeit von 70- bis 77-Jährigen insgesamt nicht, in der Intervallgruppe zeigte sich nur ein Trend.
RCT · 1.567 Teilnehmende
· 16. Okt. - Substanz
Gürtelrose-Totimpfstoff ab 50
Der Gürtelrose-Totimpfstoff verhinderte bei Menschen ab 50 rund 97 % der Gürtelrose-Fälle, in allen Altersgruppen ähnlich gut.
RCT · 15.411 Teilnehmende
· 16. Okt. - Substanz
Gürtelrose-Totimpfstoff ab 70
Auch bei Menschen ab 70 schützte der Gürtelrose-Totimpfstoff zu rund 90 % vor Gürtelrose und vor anhaltenden Nervenschmerzen.
RCT · 13.900 Teilnehmende
· 16. Okt. - Substanz
Gemessene Bewegung, Sitzzeit und Sterblichkeit
Mit Sensoren gemessen ging jede Form von Bewegung, auch leichte, mit niedrigerer Sterblichkeit einher und viel Sitzen mit höherer.
Meta-Analyse · 36.383 Teilnehmende
· 15. Okt. - Kommt drauf an
Gürtelrose-Impfung und Demenz
In Wales erhielten Menschen nach der Gürtelrose-Lebendimpfung über 7 Jahre etwa ein Fünftel seltener eine Demenzdiagnose.
Kohorte · 282.541 Teilnehmende
· 15. Okt. - Kommt drauf an
Grippeimpfung bei Älteren
Geimpfte Ältere erkrankten in einer Saison seltener an Grippe. Zu Krankenhausaufenthalten und Todesfällen liefern die randomisierten Studien kaum Daten.
Meta-Analyse
· 15. Okt. - Substanz
Pneumokokken-Impfung ab 65
Die Pneumokokken-Konjugatimpfung verhinderte bei über 65-Jährigen fast die Hälfte der Lungenentzündungen und drei Viertel der schweren invasiven Infektionen durch die abgedeckten Erregertypen.
RCT · 84.496 Teilnehmende
· 15. Okt. - Substanz
Bewegung nach dem Essen und Blutzucker
Bewegung nach dem Essen senkte den Blutzuckeranstieg bei Menschen mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes, bei Diabetes besonders deutlich.
Meta-Analyse
· 13. Okt. - Substanz
Stehen oder Gehen als Sitzpause
Kurze Gehpausen senkten Blutzucker und Insulin nach dem Essen deutlich, Stehpausen nur wenig.
Meta-Analyse
· 12. Okt. - Hype
Ganzkörper-MRT zur Krebssuche
Bei etwa 1,6 % der Menschen ohne Beschwerden fand ein Ganzkörper-MRT Krebs. Daten dazu, ob das Leben verlängert, fehlen völlig.
Meta-Analyse · 9.024 Teilnehmende
· 12. Okt. - Hype
Zufallsbefunde im Ganzkörper-MRT
Bei rund einem Drittel der Menschen ohne Beschwerden zeigt ein Ganzkörper-MRT einen auffälligen oder unklaren Befund, ein großer Teil davon erweist sich als Fehlalarm.
Meta-Analyse · 5.373 Teilnehmende
· 12. Okt. - Substanz
Bewegungsmenge und Sterblichkeit
Wer die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche erreicht, hat ein um rund 31 % niedrigeres Sterberisiko als Inaktive, schon weniger bringt etwas.
Kohorte · 661.137 Teilnehmende
· 11. Okt. - Hype
Ganzkörper-MRT in der Bevölkerung
In einer Bevölkerungsstudie aus Vorpommern hatte mehr als jeder Dritte einen möglicherweise relevanten Zufallsbefund, die meisten blieben unklar.
Kohorte · 2.500 Teilnehmende
· 11. Okt. - Hype
Druckkammer und Telomere
Nach 60 Sitzungen in der Druckkammer waren die Telomere einiger Blutzellen länger. Ohne Kontrollgruppe und mit einem unsicheren Marker ist das kein Beleg für Verjüngung.
Kohorte · 35 Teilnehmende
· 10. Okt. - Kommt drauf an
Druckkammer bei Kohlenmonoxidvergiftung
Nach einer Kohlenmonoxidvergiftung hatten Patienten mit drei Druckkammer-Sitzungen nach 6 Wochen seltener geistige Folgeschäden als mit normalem Sauerstoff.
RCT · 152 Teilnehmende
· 10. Okt. - Unklar
Druckkammer bei Kohlenmonoxid im Review
Über alle Studien hinweg ist nicht gesichert, dass die Druckkammer nach Kohlenmonoxidvergiftung Nervenschäden verhindert.
Meta-Analyse · 1.361 Teilnehmende
· 10. Okt. - Kommt drauf an
Druckkammer bei chronischen Wunden
Bei diabetischen Fußgeschwüren heilten mit Druckkammer nach 6 Wochen mehr Wunden, nach einem Jahr war der Vorteil nicht mehr nachweisbar.
Meta-Analyse · 577 Teilnehmende
· 9. Okt. - Unklar
Druckkammer für das Gedächtnis
Bei gesunden Älteren verbesserte die Druckkammer in einem kleinen RCT Ergebnisse in Denktests. Ob das Krankheiten verhindert, ist offen.
RCT · 63 Teilnehmende
· 9. Okt. - Unklar
NMN und Insulinempfindlichkeit
NMN verbesserte bei Frauen mit Prädiabetes die Insulinwirkung im Muskel, sonst änderte sich kaum etwas.
RCT · 25 Teilnehmende
· 8. Okt. - Substanz
Schrittzahl und Schritttempo
8000 statt 4000 Schritte am Tag gingen mit halb so hoher Sterblichkeit einher, das Tempo spielte daneben keine eindeutige Rolle.
Kohorte · 4.840 Teilnehmende
· 8. Okt. - Hype
Ozontherapie im Überblick
Meta-Analysen zur Ozontherapie gibt es nur für wenige Anwendungen, mit uneinheitlichen und unsicheren Ergebnissen. Zu Verjüngung oder Entgiftung gibt es keine.
Meta-Analyse
· 8. Okt. - Unklar
Ozon bei Bandscheibenvorfall
Ozon-Injektionen bei Rückenschmerz durch Bandscheibenvorfall zeigten in kleinen Studien positive Ergebnisse, placebokontrollierte Studien fehlten aber.
Meta-Analyse
· 8. Okt. - Hype
Ozon gegen Karies
Für Ozon in der Kariesbehandlung reichen die randomisierten Studien nicht aus, um es zu empfehlen.
Meta-Analyse
· 8. Okt. - Unklar
Myers Cocktail bei Fibromyalgie
Eine Vitamin- und Mineralstoff-Infusion war bei Fibromyalgie nicht besser als eine Infusion mit Salzlösung, beide Gruppen fühlten sich besser.
RCT · 34 Teilnehmende
· 7. Okt. - Hype
NAD für Anti-Aging
Für NAD-Infusionen zu Anti-Aging oder Wohlbefinden fand eine systematische Übersicht keine einzige Studie mit klinischen Ergebnissen.
Meta-Analyse
· 7. Okt. - Hype
16:8-Fasten und Gewichtsverlust
Essen nur zwischen 12 und 20 Uhr brachte nicht mehr Gewichtsverlust als drei feste Mahlzeiten am Tag.
RCT · 116 Teilnehmende
· 6. Okt. - Substanz
Eisen-Infusion bei Herzschwäche
Bei Herzschwäche mit Eisenmangel senken Eisen-Infusionen Krankenhausaufenthalte wegen Herzschwäche. Ein Effekt auf die Sterblichkeit ist nicht gesichert.
Meta-Analyse · 3.373 Teilnehmende
· 6. Okt. - Kommt drauf an
Vitamin B12 als Tablette oder Spritze
Bei Vitamin-B12-Mangel normalisierten hoch dosierte Tabletten die Blutwerte ähnlich gut wie Spritzen in den Muskel, bei geringeren Kosten.
Meta-Analyse · 153 Teilnehmende
· 6. Okt. - Kommt drauf an
Langes Sitzen und Bewegung als Ausgleich
Langes Sitzen ging nur bei wenig Aktiven mit höherer Sterblichkeit einher, etwa 60 bis 75 Minuten moderate Bewegung am Tag glichen das aus.
Meta-Analyse · 1.005.791 Teilnehmende
· 5. Okt. - Substanz
Intervalltraining bei Herz- und Stoffwechselkranken
Bei Menschen mit lebensstilbedingten Herz- und Stoffwechselerkrankungen steigerten Intervalle die Fitness fast doppelt so stark wie moderates Dauertraining.
Meta-Analyse · 273 Teilnehmende
· 4. Okt. - Substanz
Intervalle gegen Dauertraining für die VO2max
Intervalltraining und Dauertraining steigern die VO2max beide deutlich, Intervalle etwas stärker.
Meta-Analyse · 723 Teilnehmende
· 2. Okt. - Substanz
Fitness im Belastungstest und Langzeitsterblichkeit
Bei über 120.000 Menschen mit Laufbandtest war geringe Fitness mit einem etwa fünffach höheren Sterberisiko verbunden als sehr hohe Fitness.
Kohorte · 122.007 Teilnehmende
· 30. Sept. - Substanz
Training und Blutdruck
Ausdauertraining senkt den Blutdruck, am stärksten bei Menschen mit Bluthochdruck.
Meta-Analyse · 5.223 Teilnehmende
· 24. Sept. - Substanz
Ausdauertraining, Fitness und Blutwerte
In 160 randomisierten Studien verbesserte Training die Fitness, die Blutfette und mehrere Marker der Insulinempfindlichkeit.
Meta-Analyse · 7.487 Teilnehmende
· 22. Sept. - Kommt drauf an
Zwei Jahre Kalorienrestriktion bei Gesunden
Etwas weniger essen verbesserte bei schlanken Gesunden viele Herz-Kreislauf-Werte, das Ziel von 25 % weniger Kalorien wurde aber deutlich verfehlt.
RCT · 218 Teilnehmende
· 21. Sept. - Substanz
Zehn Minuten nach jeder Mahlzeit
Bei Typ-2-Diabetes senkten 10 Minuten Gehen nach jeder Mahlzeit den Blutzucker nach dem Essen stärker als 30 Minuten am Stück.
RCT · 41 Teilnehmende
· 20. Sept. - Kommt drauf an
Treppen-Snacks für die Ausdauer
Dreimal täglich drei Stockwerke zügig hochgehen steigerte bei untrainierten jungen Erwachsenen die VO2peak etwas.
RCT · 24 Teilnehmende
· 19. Sept. - Hype
Wie viel mehr Stehen verbraucht
Stehen verbraucht nur etwa 0,15 kcal pro Minute mehr als Sitzen, also rund 54 kcal bei 6 Stunden Stehen am Tag.
Meta-Analyse · 1.184 Teilnehmende
· 16. Sept. - Substanz
Koffein und sportliche Leistung
Koffein verbessert die Leistung in vielen Belastungsformen, meist am deutlichsten bei Ausdauer.
Meta-Analyse
· 15. Sept. - Substanz
Fitness als Marker für Sterblichkeit
Jede zusätzliche Einheit Fitness (1 MET) ging mit 13 % niedrigerer Sterblichkeit einher, geringe Fitness mit deutlich höherem Risiko.
Meta-Analyse · 102.980 Teilnehmende
· 15. Sept. - Substanz
Zwei Minuten Gehen alle 20 Minuten
Kurze Gehpausen von 2 Minuten alle 20 Minuten senkten den Blutzucker- und Insulinanstieg nach einem Testgetränk um rund ein Viertel.
RCT · 19 Teilnehmende
· 14. Sept. - Kommt drauf an
Kurze Spaziergänge nach dem Essen im Alter
Bei älteren Menschen mit erhöhtem Nüchternzucker senkten drei Spaziergänge von 15 Minuten nach dem Essen den Blutzucker nach dem Abendessen stärker als 45 Minuten am Stück.
RCT · 10 Teilnehmende
· 10. Sept.
Kapitel 8:Mythen & Begriffe
MythosZucker gibt schnell Energie.
FaktEine Meta-Analyse fand keinen Stimmungs- oder Wachheitsschub, in der ersten Stunde eher mehr Müdigkeit. Anders ist es bei langen Ausdauerbelastungen, dort helfen Kohlenhydrate der Leistung.
MythosWer müde ist, sollte sich schonen.
FaktBei Bewegungsmangel oft das Gegenteil. Regelmäßige Bewegung macht auf Dauer meist wacher, bei Krankheit gilt das aber nicht pauschal.
MythosMehr Vitamine bedeuten mehr Energie.
FaktNur bei einem Mangel. Ein voller Tank wird durch Nachfüllen nicht voller.
Begriffe
- ATP
- Adenosintriphosphat. Die universelle Energiewährung der Zellen.
- Mitochondrien
- Zellbestandteile, die mit Sauerstoff den Großteil des ATP herstellen.
- Insulin
- Hormon der Bauchspeicheldrüse, das Zucker aus dem Blut in die Zellen bringt.
- Grundumsatz
- Energie, die der Körper in völliger Ruhe für Atmung, Herz, Gehirn und andere Organe braucht.
Orientierung, keine medizinische Beratung.
