Veröffentlicht Mai 2025Im Lab seit 15. Oktober 2026

Gürtelrose-Impfung und Demenz

In Wales erhielten Menschen nach der Gürtelrose-Lebendimpfung über 7 Jahre etwa ein Fünftel seltener eine Demenzdiagnose.

Studientyp
Kohorte
Teilnehmende
282.541
Dauer
7 Jahre Beobachtung
Dosis
Gürtelrose-Lebendimpfstoff (Zostavax), Zugang hing vom genauen Geburtsdatum ab

Kapitel 1:Wer wurde untersucht?

Ältere Erwachsene in Wales, geboren 1925 bis 1942.

Kapitel 2:Was kam raus?

Wer kurz nach dem Stichtag geboren war, durfte sich impfen lassen, wer kurz davor geboren war, nicht. Die Impfung senkte die Wahrscheinlichkeit einer neuen Demenzdiagnose um 3,5 Prozentpunkte, relativ etwa 20 %. Bei Frauen war der Effekt stärker.

Kapitel 3:Veona-Einordnung

Belegt, aber nur für bestimmte Ziele oder Ausgangslagen.

Ein natürliches Experiment, das Ursache und Wirkung besser trennt als übliche Beobachtungsstudien. Untersucht wurde der ältere Lebendimpfstoff, nicht der heute empfohlene Totimpfstoff.

Kapitel 4:Grenzen der Studie

  • Keine randomisierte Studie
  • Demenzdiagnosen aus Praxisdaten, nicht systematisch untersucht
  • Ergebnis lässt sich nicht direkt auf den Totimpfstoff übertragen

Kapitel 5:Quelle

Eyting et al., Nature 2025 ↗

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Einordnung der Redaktion. Orientierung, keine medizinische Beratung.