Selen

Natriumselenit, Selenomethionin, Selenhefe

Zwischen Mangel und Überdosis liegt ein schmaler Grat: Ohne Bluttest bringen Kapseln nichts, in großen Studien stieg damit eher das Diabetesrisiko.

Richtwert
60–70 µg pro Tag (DGE)
Obergrenze
255 µg pro Tag gesamt (EFSA)
Natürliche Quelle
Fisch, Eier, Fleisch, Paranüsse
EU-Status
Als Lebensmittel zugelassen

Kapitel 1:Wirkung & Studienlage

  • Schilddrüse bei Hashimoto

    Antikörper- und TSH-Werte sinken in Studien teils. Ob es Beschwerden bessert oder den Verlauf ändert, ist offen.

  • Krebs vorbeugen

    Große Studien zeigten bei gut Versorgten keinen Schutz.

  • Haare und Nägel

    Nur bei Mangel plausibel, kaum Studien.

  • Ausgleich bei nachgewiesenem Mangel

    Ein echter Mangel ist selten. Liegt er vor, ist der Ausgleich sinnvoll, am besten ärztlich begleitet.

Kapitel 2:Einnahme & Formen

  • Ohne nachgewiesenen Bedarf kein Dauer-Supplement.
  • Das BfR schlägt für Nahrungsergänzung höchstens 40 µg Selen pro Tag vor.
  • Bei Schilddrüsenerkrankungen nur nach ärztlicher Absprache.
  • Paranüsse enthalten viel und sehr unterschiedlich viel Selen, dazu etwas Radium. Die DGE rät zu höchstens zwei am Tag.

Kapitel 3:Für wen & Risiken

  • Zu viel über längere Zeit kann Haarausfall, brüchige Nägel und Knoblauchgeruch im Atem machen.
  • In einigen Studien ging hoch dosiertes Selen mit einem höheren Diabetesrisiko einher.
  • Selen steckt oft in Multivitaminen. Mehrere Präparate addieren sich schnell.
Rechtsstatus EU: Erlaubt. Zugelassene EU-Aussagen etwa zu Schilddrüsenfunktion, Immunsystem, Haaren und Nägeln.

Orientierung, keine medizinische Beratung.