Vorsorgeuntersuchungen

Check-up 35, Gesundheits-Check, Krebsfrüherkennung, Darmspiegelung, Mammographie, Lungenkrebs-Screening

Gesetzliche Krebsfrüherkennung, vor allem für Darmkrebs, senkt nachweislich Todesfälle. Für den allgemeinen Check-up ist ein Nutzen für die Lebenserwartung nicht belegt, und jede Untersuchung hat auch Nachteile.

Aufwand
kaum Zeit
Kosten
kostenlos
Bereich
Vorsorge
Hilft bei
Frauengesundheit, Darm

Kapitel 1:Was die Studien zeigen

  • RCTs zu Stuhltests und Spiegelungen: Darmkrebs-Früherkennung senkt die Todesfälle durch Darmkrebs. In der ersten großen Studie zur Darmspiegelung gab es weniger Neuerkrankungen, bei den Todesfällen noch keinen gesicherten Effekt.Holme 2013 →Bretthauer 2022 →Shaukat 2013 →
  • Unabhängige Auswertung der Mammographie-Studien: etwa 20 % weniger Brustkrebstodesfälle bei eingeladenen Frauen, aber auch Überdiagnosen.Independent 2012 →Gøtzsche 2013 →
  • Cochrane-Review mit 17 RCTs: Allgemeine Gesundheits-Checks führen zu mehr Diagnosen wie Bluthochdruck, senkten aber weder Sterblichkeit noch Herzinfarkte oder Schlaganfälle.Krogsbøll 2019 →Jørgensen 2014 →

Einzelstudien (9)

Kapitel 2:Praxis & Grenzen

Check-up ab 35 alle 3 Jahre, Darmkrebs-Früherkennung ab 50 per Stuhltest alle 2 Jahre oder Darmspiegelung, Mammographie für Frauen von 50 bis 75 alle 2 Jahre, Hautkrebs-Screening ab 35 alle 2 Jahre, Gebärmutterhals-Früherkennung ab 20, weitere nach Plan der Krankenkasse.

  • Früherkennung kann zu Überdiagnosen und unnötigen Behandlungen führen. Vor PSA-Test oder Mammographie über Nutzen und Schaden informieren.
  • Der Nutzen des Hautkrebs-Screenings für die Sterblichkeit ist schwächer belegt.
  • Die Lungenkrebs-Früherkennung per Niedrigdosis-CT zahlt die Kasse seit April 2026 nur für starke Raucherinnen und Raucher von 50 bis 75. Auffällige Befunde sind häufig und erweisen sich oft als harmlos.
  • Bei familiärer Belastung gelten oft frühere Termine, das mit der Hausarztpraxis besprechen.

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Orientierung, keine medizinische Beratung.