Veröffentlicht September 2020Im Lab seit 26. Oktober 2026

Magnesium bei Muskelkrämpfen

Bei nächtlichen Wadenkrämpfen im Alter bringt Magnesium wohl nichts, in der Schwangerschaft ist die Lage unklar.

Studientyp
Meta-Analyse
Teilnehmende
735
Dauer
Meist einige Wochen
Dosis
Meist Magnesium als Tablette, in einer Studie als Infusion

Kapitel 1:Wer wurde untersucht?

735 Menschen in 11 Studien: Ältere mit Krämpfen ohne erkennbare Ursache, Schwangere und Menschen mit Leberzirrhose.

Kapitel 2:Was kam raus?

Bei Älteren mit Krämpfen ohne erkennbare Ursache änderte Magnesium Häufigkeit, Stärke und Dauer der Krämpfe nicht gesichert. Nach vier Wochen lag der Unterschied bei 0,18 Krämpfen pro Woche. Die Studien in der Schwangerschaft widersprachen sich. Leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall waren mit Magnesium etwas häufiger.

Kapitel 3:Veona-Einordnung

Großes Versprechen, dünne Daten.

Für die häufigste Form, nächtliche Wadenkrämpfe im Alter, spricht mäßig bis gut gesicherte Evidenz gegen einen Nutzen.

Kapitel 4:Grenzen der Studie

  • Studien in der Schwangerschaft mit hohem Verzerrungsrisiko
  • Keine Studien zu Krämpfen beim Sport
  • Kleine Einzelstudien

Kapitel 5:Quelle

Garrison et al., Cochrane Database Syst Rev 2020 ↗

Weitere Studien zu Magnesium

Einordnung der Redaktion. Orientierung, keine medizinische Beratung.