Ginkgo

Ginkgo biloba, als standardisierter Blattextrakt

Als hoch dosiertes Arzneimittel bei bestehender Demenz eine Option. Für dreißigjährige Wissensarbeiter oder zur Demenz-Vorsorge in großen Studien wirkungslos.

Studiendosis
Meist 240 mg Extrakt pro Tag
Zugelassen bei
Leichter bis mittlerer Demenz
Bekanntes Risiko
Blutungen mit Blutverdünnern
EU-Status
Pflanzliches Arzneimittel

Kapitel 1:Wirkung & Studienlage

  • Beschwerden bei leichter Demenz

    Ein bestimmter Extrakt zeigt kleine Effekte. Gehört in ärztliche Hand.

  • Demenz vorbeugen

    Eine große Studie an Älteren fand keinen Schutz.

  • Konzentration bei Gesunden

    Kein belegter Nutzen.

  • Tinnitus

    Studien widersprechen sich.

Kapitel 2:Einnahme & Formen

  • Bei Gedächtnisproblemen erst ärztlich abklären lassen, dann über Ginkgo sprechen.
  • Nur standardisierte Extrakte sind untersucht, keine Tees oder Blattpulver.
  • Bessern sich die Beschwerden nach drei Monaten nicht, ärztlich neu bewerten lassen.

Kapitel 3:Für wen & Risiken

  • Kann das Blutungsrisiko erhöhen, besonders mit Blutverdünnern und ASS.
  • Vor Operationen absetzen und das ärztlich besprechen.
  • Nicht in der Schwangerschaft. Bei Epilepsie sind zusätzliche Anfälle nicht ausgeschlossen.
  • Unverarbeitete Blätter enthalten Ginkgolsäuren, die Allergien auslösen können. Arzneimittel-Extrakte sind davon weitgehend befreit.
  • Gelegentlich Kopfschmerzen und Magenbeschwerden.
Rechtsstatus EU: In Deutschland als Arzneimittel bei Demenz zugelassen. Daneben gibt es niedriger dosierte Nahrungsergänzungen ohne zugelassene Gesundheitsaussagen.

Orientierung, keine medizinische Beratung.