Mönchspfeffer

Vitex agnus-castus, Keuschlamm

Kein Wellness-Kraut, sondern ein zugelassenes Arzneimittel bei PMS und Brustspannen – braucht drei Zyklen Geduld und gehört bei Kinderwunsch abgesprochen.

Am besten belegt
PMS, etwa Brustspannen und Reizbarkeit
Wirkt nach
Etwa drei Zyklen
Form
Standardisierter Extrakt
EU-Status
Pflanzliches Arzneimittel

Kapitel 1:Wirkung & Studienlage

  • Prämenstruelle Beschwerden

    Mehrere Studien mit Effekt, aber unterschiedliche Extrakte und Qualität.

  • Zyklus regulieren und Kinderwunsch

    Wenig gute Daten. Gehört in gynäkologische Begleitung.

  • Wechseljahresbeschwerden

    Kaum belastbare Studien.

Kapitel 2:Einnahme & Formen

  • Als Arzneimittel nach Packungsangabe, meist über mehrere Zyklen.
  • Wenn nach drei Monaten nichts besser ist: weglassen und ärztlich klären.

Kapitel 3:Für wen & Risiken

  • Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit. Als Arzneimittel nur für erwachsene Frauen.
  • Nicht bei hormonabhängigen Tumoren, etwa Brustkrebs.
  • Wechselwirkungen mit Hormonpräparaten wie Östrogenen, also auch der Pille, und Antiöstrogenen sowie mit Mitteln, die auf Dopamin wirken, sind nicht ausgeschlossen.
  • Bei Erkrankungen der Hirnanhangdrüse vorher ärztlich abklären. Einen prolaktinbildenden Tumor kann Mönchspfeffer verschleiern.
  • Gelegentlich Hautausschlag, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden.
Rechtsstatus EU: In Deutschland als pflanzliches Arzneimittel bei prämenstruellen Beschwerden zugelassen. Daneben gibt es Nahrungsergänzungen ohne zugelassene Gesundheitsaussagen.

Orientierung, keine medizinische Beratung.