Kurkumin

Wirkstoff aus der Kurkumawurzel, oft mit Piperin

Im Reagenzglas heilt Kurkumin fast alles, im menschlichen Darm kommt fast nichts davon an. Rüstet man mit Piperin nach, steigen die Berichte über Leberschäden.

Studiendosis
Meist 500–1.500 mg Extrakt pro Tag
Aufnahme
Gering, Spezialformen sollen helfen
Bekanntes Risiko
Seltene Leberschäden
Richtwert
Höchstens 3 mg Curcumin pro kg Körpergewicht am Tag (EFSA, BfR)
EU-Status
Als Nahrungsergänzung im Handel

Kapitel 1:Wirkung & Studienlage

  • Kniearthrose-Schmerzen

    Kleiner Effekt in Analysen, Studien oft klein und kurz.

  • Entzündungen allgemein senken

    Laborwerte ändern sich teils, ein Nutzen für Gesunde ist nicht belegt.

  • Gehirn und Stimmung

    Kleine Studien mit gemischten Ergebnissen.

  • Krebs vorbeugen oder behandeln

    Labordaten, keine Belege am Menschen.

Kapitel 2:Einnahme & Formen

  • Kurkuma als Gewürz ist unproblematisch.
  • Die Studiendosen liegen oft über dem Richtwert von 3 mg Curcumin pro kg Körpergewicht, bei 70 kg also etwa 210 mg am Tag. Viele Kapseln liefern mehr.
  • Wer Kapseln probiert, testet zeitlich begrenzt und achtet auf Warnzeichen der Leber.

Kapitel 3:Für wen & Risiken

  • Leberschäden sind beschrieben, vor allem bei Präparaten mit erhöhter Aufnahme. Bei dunklem Urin oder gelblicher Haut sofort absetzen.
  • Piperin erhöht auch die Spiegel vieler Medikamente. Das BfR rät Erwachsenen zu höchstens 2 mg isoliertem Piperin am Tag.
  • Vorsicht mit Blutverdünnern und bei Gallensteinen.
  • Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit.
Rechtsstatus EU: Als Nahrungsergänzung im Handel. Das BfR weist darauf hin, dass Präparate den gesundheitlich akzeptablen Tageswert überschreiten können. Nach Fällen von Leberschäden verlangt Italien Warnhinweise auf der Packung. Zugelassene EU-Gesundheitsaussagen gibt es nicht.

Orientierung, keine medizinische Beratung.