Spermidin in der Ernährung und Sterblichkeit
Menschen, die mit der Nahrung mehr Spermidin aufnahmen, starben in 20 Jahren seltener. Das sagt nichts darüber, ob eine Kapsel dasselbe bewirkt.
- Studientyp
- Kohorte
- Teilnehmende
- 829
- Dauer
- Beobachtung von 1995 bis 2015, Ernährung mehrfach erfragt
- Dosis
- Spermidin aus der üblichen Ernährung, keine Kapseln
Kapitel 1:Wer wurde untersucht?
829 Erwachsene von 45 bis 84 Jahren aus der Bruneck-Studie, bestätigt in einer zweiten Kohorte (SAPHIR).
Kapitel 2:Was kam raus?
In 20 Jahren gab es 341 Todesfälle. Pro Standardabweichung mehr Spermidin in der Ernährung lag das Sterberisiko nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Kalorien und Lebensstil bei einer Hazard Ratio von 0,76 (95-%-KI 0,67 bis 0,86). In der Bestätigungsstudie lag sie bei 0,71.
Kapitel 3:Veona-Einordnung
Der Zusammenhang ist in zwei Kohorten zu sehen und bleibt nach Anpassung bestehen. Es ist Beobachtung, keine Einnahme eines Präparats. Wer viel Spermidin isst, isst oft auch anders.
Kapitel 4:Grenzen der Studie
- Keine Zufallsverteilung, deshalb kein Beleg, dass Spermidin die Ursache ist
- Ernährung wurde per Fragebogen geschätzt
- Untersucht wurde die Nahrung, nicht die Dosis aus Kapseln
Kapitel 5:Quelle
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Einordnung der Redaktion. Orientierung, keine medizinische Beratung.