Beeinflussbare Risikofaktoren für Demenz
Die Lancet-Kommission schätzt, dass sich fast die Hälfte der Demenzfälle auf 14 beeinflussbare Faktoren zurückführen lässt. Hörverlust und hohes LDL-Cholesterin haben mit je etwa 7 % den größten Anteil.
- Studientyp
- Meta-Analyse
- Teilnehmende
- –
- Dauer
- Lebenslauf von der Kindheit bis ins hohe Alter
- Dosis
- 14 Risikofaktoren, darunter Hörverlust, Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel und soziale Isolation
Kapitel 1:Wer wurde untersucht?
Weltweite Daten aus Meta-Analysen und Kohortenstudien.
Kapitel 2:Was kam raus?
Zusammen könnten die 14 Faktoren etwa 45 % der Demenzfälle erklären. Unbehandelter Hörverlust im mittleren Lebensalter und hohes LDL-Cholesterin tragen mit je etwa 7 % am meisten bei. Für Hörverlust wurde dafür eine neue Meta-Analyse erstellt.
Kapitel 3:Veona-Einordnung
Ein einflussreicher Expertenbericht, der viele Studien zusammenführt. Die Anteile sind Rechenwerte unter der Annahme, dass die Zusammenhänge ursächlich sind, und kein Beweis, dass eine Behandlung Demenz verhindert.
Kapitel 4:Grenzen der Studie
- Beruht überwiegend auf Beobachtungsdaten
- Anteile hängen von Annahmen zu Häufigkeit und Ursächlichkeit ab
- Expertenbericht, keine einzelne systematische Meta-Analyse
Kapitel 5:Quelle
Weitere Studien zu Hörschutz und Hörtest
- Kommt drauf an
Altersschwerhörigkeit und Demenz
Schwerhörigkeit im Alter geht mit schlechterer geistiger Leistung und einem etwas höheren Demenzrisiko einher.
Meta-Analyse · 20.264 Teilnehmende
· 14. Okt. - Unklar
Hörgeräte gegen geistigen Abbau
Hörversorgung bremste den geistigen Abbau über 3 Jahre insgesamt nicht. In einer Teilgruppe mit höherem Risiko zeigte sich womöglich ein Nutzen.
RCT · 977 Teilnehmende
· 13. Okt. - Substanz
Ohrstöpsel auf dem Musikfestival
Ohrstöpsel verhinderten bei einem Festivalbesuch meist die vorübergehende Hörminderung, die ohne Schutz bei 42 % der Ohren auftrat.
RCT · 51 Teilnehmende
· 13. Okt. - Unklar
Lärmschutz am Arbeitsplatz
Gehörschutz senkt die Lärmbelastung deutlich, richtig eingesetzte Ohrstöpsel noch mehr. Wie gut Schutzprogramme langfristig vor Hörverlust schützen, ist schlecht untersucht.
Meta-Analyse
· 13. Okt.
Einordnung der Redaktion. Orientierung, keine medizinische Beratung.