Veröffentlicht Dezember 2015Im Lab seit 26. Oktober 2026

Folsäure gegen Neuralrohrdefekte

Folsäure rund um die Empfängnis senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte um etwa zwei Drittel.

Studientyp
Meta-Analyse
Teilnehmende
7.391
Dauer
Vor und in der frühen Schwangerschaft
Dosis
Täglich 0,4 mg oder mehr, allein oder mit anderen Vitaminen

Kapitel 1:Wer wurde untersucht?

7391 Frauen in 5 Studien, mit und ohne frühere betroffene Schwangerschaft.

Kapitel 2:Was kam raus?

Mit Folsäure traten Neuralrohrdefekte seltener auf (relatives Risiko 0,31), auch bei Frauen mit früher betroffener Schwangerschaft (0,34). Dosen ab 0,4 mg unterschieden sich nicht. Auf Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Herzfehler und Fehlgeburten zeigte sich kein Effekt.

Kapitel 3:Veona-Einordnung

Gute Studien am Menschen, sinnvolle Dosis.

Hohe Beweissicherheit. Grundlage der offiziellen Empfehlung für Frauen mit Kinderwunsch.

Kapitel 4:Grenzen der Studie

  • Nur eine Studie mit niedrigem Verzerrungsrisiko
  • Wenige Daten zum ersten Auftreten
  • Andere Fehlbildungen nur mit niedriger Beweissicherheit

Kapitel 5:Quelle

De-Regil et al., Cochrane Database Syst Rev 2015 ↗

Weitere Studien zu Folsäure

Einordnung der Redaktion. Orientierung, keine medizinische Beratung.